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20. Juli 2017

'Hobbyfotograf' Müller (AfD Spandau) möchte Bärgida gegen die "extremistische und verfassungsfeindliche" Antifa verteidigt wissen

Eine Anfrage der AfD im Rahmen der letzten BVV vor der Sommerpause führte in Spandau zu einem Schlagabtausch, der sehr klar vor Augen führte, wer hier extremistisch ist. Es wurde ein Bekenntnis des Bürgermeisters und des Bezirksamtes gefordert, sich von der Antifa (!?) zu distanzieren, unter deren Fahnen einige 'Funktionsträger' des Bezirksamtes anlässlich der Anti-Bärgida-Demo am 19.06.2017 zu stehen wagten. Herr Müller wollte vom Bürgermeister am liebsten Namen hören, fragte er doch nach den Anmeldern der Gegendemo und ob der Bezirksbürgermeister wüsste, wer denn die Antifa (in Spandau?) sei.

Während etlicher Meinungsäußerungen zum Schießbefehl und zur Nachfolgepartei der SED und zur Antikapitalistischen Linken, die ja auch "verfassungsfeindlich und extremistisch" sei, machte T. Tabor, seines Zeichens AfD-Mitstreiter des Herrn Müller, seiner Wut über die Unfähigkeit der anwesenden Bezirksverordneten, "zu kapieren" Luft, indem er mit der Faust auf das Rednerpult schlug, um seine "Wahrheit" als ultimativ gültige zu verkünden.

Man hätte beinahe lachen können, wenn das Thema nicht so ernst wäre. In der selben BVV haben nämlich alle Parteien im Konsens den am 19.08.2017 geplanten Naziaufmarsch zum Heß-Gedenken verurteilt. Solch Zwiespalt in der Seele kann nur ungesund sein - und es kann nicht oft genug auf Parteiprogramm, rassistische Hetze, Kuschelkurs mit Bärgida und Vertrautheit mit den Identitären hingewiesen werden.

Herr Müller indes, der die Demoteilnehmerinnen und -teilnehmer 'wirklich nur als Hobby-Fotograf" abgelichtet hat, bis er vom Veranstalter der Gegendemonstration des Ortes verwiesen wurde, lässt sämtliche Kritik an sich abprallen. Für den Wahlkampf sind wir gewappnet.