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13. November 2017 Spandau

Gedenken an Reichspogromnacht

Wie jedes Jahr wurde auch am 10. November 2017 der Reichspogromnacht von 1938 gedacht, in der u.a. die Spandauer Synagoge von den Nazis niedergebrannt wurde.

Auf der von der AG Christen und Juden des evangelischen Kirchenkreises organisierten Veranstaltung sprachen Pfarrer Cord Hasselblatt, Rabbiner Jonah Sievers und Bürgermeister Helmut Kleebank. Kantor Simon Zkorenblut intonierte Psalmverse.

Gudrun O'Daniel-Elmen erzählte von der Spandauer Familie Jonas, deren wirtschaftliche Existenz von den Nazis zerstört wurde. Oskar Jonas wurde in Riga ermordet.

Rabbiner Sievers mahnte, dass die Erinnerung an die Geschehnisse von 1938 gerade vor dem Hintergrund des Erfolgs der AfD, die offenen Antisemitismus in ihren Reihen dulde, wichtig seien. Da war es sehr befremdlich, dass Vertreter der hiesigen AfD es sich trotzdem nicht nehmen ließen, an der Veranstaltung teilzunehmen und Blumen abzulegen. Schade war auch, dass der Bürgermeister in seiner durchaus eindringlichen Rede nur die Vergangenheit beschrieb und die beunruhigenden Ereignisse der heutigen Zeit mit dem aufkeimendem Rechtspopulismus bis -extremismus außen vor ließ.