Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Ein Mietendeckel für Berlin

Die LINKE Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen Katrin Lompscher erklärt das neue Gesetz

Ben Gross

Die rasende Entwicklung der Mietpreise in Berlin der letzten Jahre ist das bestimmende Thema der Berlinerinnen und Berliner. Daraus ergab sich ein politischer Auftrag an die Landesregierung, die Interessen der Mieterinnen und Mieter in unserer Stadt besser zu schützen und zugleich für ausreichend bezahlbaren Wohnraum zu sorgen.

Als notwendige Schlussfolgerung hat der rot-rot-grüne Senat von Berlin einen Paradigmenwechsel in der Mietenpolitik vorgenommen. Es geht um eine neue Zielsetzung, die dem Gemeinwohl und der sozialen Sicherheit verpflichtet ist. Dazu gehört einerseits in Zukunft 50 Prozent des Neubaus durch gemeinwohlorientierte Akteure errichten zu lassen. Dazu gehört aber auch eine Atempause für die Mieterinnen und Mieter unserer Stadt. Der Mietendeckel („Berliner Gesetz zur Mietenbegrenzung im Wohnungswesen“) ist diese Atempause.

Berlin hat für dieses Gesetz die landesrechtliche Kompetenz und erachtet es auch vor dem Grundgesetz als verhältnismäßig. Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem Urteil zur Zulässigkeit der Mietpreisbremse im August 2019 festgestellt, dass im Wohnungswesen die soziale Ausgewogenheit eine besondere Verpflichtung ist. Das Recht auf Höchstertrag durch Mieteinnahmen wurde hingegen nicht anerkannt.

Der Mietendeckel gilt für über 1,5 Millionen Wohnungen, die vor dem 1. Januar 2014 bezugsfertig waren. Für fünf Jahre darf keine Nettokaltmiete über die Höhe vom 18. Juni 2019 hinaus angehoben werden. Erst ab 2022 ist wieder ein Ausgleich in Höhe der Inflationsrate zulässig. Eine Wiedervermietung darf nur zur Nettokaltmiete des Vormieters erfolgen, sofern sie nicht über der Mietobergrenze liegt. Diese Mietobergrenze richtet sich nach Baujahr und Ausstattung der Wohnung und liegt zwischen knapp 4 Euro bis 9,80 Euro netto / m². Bestehende Mieten, die 20 Prozent über der Mietobergrenze liegen, können neun Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes abgesenkt werden. Modernisierungen können nur noch zu Mieterhöhungen von höchstens einem Euro pro Quadratmeter führen. Höhere Modernisierungskosten werden bis zu einem weiteren Euro durch Förderprogramme gedeckt. Vermieterinnen und Vermieter können bei drohender Unwirtschaftlichkeit eine Härtefallregelung nutzen. Verstöße gegen den Mietendeckel werden durch die Behörden mit einem Bußgeld von bis zu 500.000 Euro geahndet.

Mit all diesen Maßnahmen setzt der rot-rot-grüne Senat eine Forderung um, die unzählige Berlinerinnen und Berliner völlig zu Recht an die Politik herangetragen haben: „Bezahlbares Wohnen für alle.“

Katrin Lompscher

 

Immer die aktuellsten Informationen zum Mietendeckel gibt es hier

Es bestand zunächst Verwirrung darüber, ob die aktuelle Gesetzesvorlage eine Verbesserung oder Verschlechterung gegenüber der vorigen Version darstellt, weil überhöhte Mieten zukünftig gegen das Gesetz verstoßen werden und Mieter*innen auf Absenkung klagen können. Verständlich erklärt wird der Sachverhalt von Halina Wawzyniak, Juristin und acht Jahre für DIE LINKE im Bundestag, in ihrem Blog.

Kurznachrichten der Spandauer Linken


Mieten auch in Spandau deckeln!

Die Veranstaltung „Mit dem Mietendeckel zu bezahlbaren Mieten?“ des Spandauer Bezirksverbands DIE LINKE. im Bürgersaal des Rathauses war durchaus kontrovers.

Gaby Gottwald von der Linksfraktion Berlin erklärte, warum der Mietendeckel gebraucht wird. Die Situation für die Mieterinnen und Mieter in der Stadt ist extrem angespannt. Der Senat, angetrieben von der Linken, entwickelt eine Art Notwehr gegen den Mietenwahnsinn. Daher sollen die Mieten in der Stadt über 5 Jahre eingefroren werden.

Kritik wurde durch Dirk Enzesberger von der Charlottenburger Baugenossenschaft geäußert, der den Neubau in Gefahr sah. Sebastian Bartels vom Berliner Mieterverein entgegnete dem, dass der Neubau vom Mietendeckel ausgenommen ist, sowie Mietendeckel und Neubau nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen.

Einig waren sich alle, dass gegen Mietwucher vorgegangen werden muss. Das Fazit der Moderatorin Helin Evrim Sommer, Bundestagsabgeordnete für Spandau und Charlottenburg Nord, war daher, dass DIE LINKE. Berlin wirkt. Zur Wahl wurde versprochen, die Mieterinnen und Mieter Berlins zu entlasten. Und das wird gegen alle Widerstände der Immobilienwirtschaft für den Großteil der Stadtgesellschaft durchgesetzt.

Danke an alle Podiumsteilnehmer und Gäste der Debatte.


Nächste Termine


Mieten auch in Spandau deckeln!

Die Veranstaltung „Mit dem Mietendeckel zu bezahlbaren Mieten?“ des Spandauer Bezirksverbands DIE LINKE. im Bürgersaal des Rathauses war durchaus kontrovers.

Gaby Gottwald von der Linksfraktion Berlin erklärte, warum der Mietendeckel gebraucht wird. Die Situation für die Mieterinnen und Mieter in der Stadt ist extrem angespannt. Der Senat, angetrieben von der Linken, entwickelt eine Art Notwehr gegen den Mietenwahnsinn. Daher sollen die Mieten in der Stadt über 5 Jahre eingefroren werden.

Kritik wurde durch Dirk Enzesberger von der Charlottenburger Baugenossenschaft geäußert, der den Neubau in Gefahr sah. Sebastian Bartels vom Berliner Mieterverein entgegnete dem, dass der Neubau vom Mietendeckel ausgenommen ist, sowie Mietendeckel und Neubau nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen.

Einig waren sich alle, dass gegen Mietwucher vorgegangen werden muss. Das Fazit der Moderatorin Helin Evrim Sommer, Bundestagsabgeordnete für Spandau und Charlottenburg Nord, war daher, dass DIE LINKE. Berlin wirkt. Zur Wahl wurde versprochen, die Mieterinnen und Mieter Berlins zu entlasten. Und das wird gegen alle Widerstände der Immobilienwirtschaft für den Großteil der Stadtgesellschaft durchgesetzt.

Danke an alle Podiumsteilnehmer und Gäste der Debatte.

Im Rathaus

Seit Oktober 2016 ist die Linksfraktion Spandau mit drei Verordneten und zwei Bürgerdeputierten im Spandauer Rathaus vertreten. Das Büro der Fraktion finden Sie in Raum 1214a.

www.linksfraktion-spandau.de

Im Bundestag

Helin Evrim Sommer vertritt den Wahlkreis 78 Spandau-Charlottenburg-Nord seit November 2017 im Bundestag. Ihr Bürgerbüro liegt in der Reisstr. 21, 13629 Berlin-Siemensstadt.

www.helinevrimsommer.de

Im Abgeordnetenhaus

Franziska Leschewitz vertritt den Bezirk Spandau seit Februar 2020 im Berliner Abgeordnetenhaus.

www.franziska-leschewitz.de