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Kurznachrichten der Spandauer Linken


Befreiung? Was sonst!

Zum 75. Jahrestag der Befreiung Spandaus vom Faschismus durch die Rote Armee

Am 27. April 1945 war Spandau durch sowjetische Truppen zum größten Teil vom deutschen Faschismus befreit. Am 8. Mai 1945 kapitulierte das faschistische Deutschland vollständig. Für DIE LINKE. Spandau ist das ein Grund zum Feiern, aber auch Anlass zum stillen Gedenken an die vielen Opfer des nationalsozialistischen Terrors. Der deutsche Angriffskrieg hat unzählige Tote und Verwundete hinterlassen. In den Konzentrationslagern wurden Millionen Menschen ermordet, darunter Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, aber auch politische Gegner*innen und Soldat*innen der Anti-Hitler-Koalition und unzählige andere. Die meisten Opfer mit geschätzt über 25 Millionen militärischen und zivilen Toten hatte die Sowjetunion zu erleiden gehabt. Die Taktik der „verbrannten Erde“ beim Rückzug von Wehrmacht und SS vergrößerte das Leid massiv. Umso größer ist der Einsatz und der Durchhaltewille der Roten Armee, den deutschen Faschismus zu zerschlagen, zu würdigen. Und umso mehr gilt unser Dank dem Großmut der sowjetischen Soldat*innen, die trotz der von den Nazis verübten Gräueltaten auf Rache an ihren Gegnern verzichteten.

Als ein Vertreter dieser Haltung: der Wille zur Bekämpfung des Faschismus, aber auch zum Wohlwollen gegenüber der Zivilbevölkerung, muss Wladimir Gall gelten, der eng mit Spandau verbunden war und ist. Als Parlamentär schaffte er es gemeinsam mit Major Grischin, die kampflose Übergabe der Zitadelle am 1. Mai 1945 zu bewirken. Ohne diese mutige Tat, die unter anderem im Film „Ich war neunzehn“ dargestellt ist, hätten die Zivilist*innen, die sich in der Zitadelle aufhielten, sicher den Tod gefunden und Spandau hätte ein bedeutendes Denkmal durch einen Sturmangriff der Roten Armee verloren. In seinen späteren Jahren setzte sich der Humanist Gall für die deutsch-russische Völkerverständigung ein und trug sich auch ins Goldene Buch des Bezirks Spandau ein.

Daher ist es nur richtig, dass Wladimir Gall im letzten Jahr endlich mit einem nach ihm benannten Weg um die Zitadelle geehrt wurde. Schon viele Jahre bemühten sich linke und antifaschistische Gruppen, darunter auch die PDS Spandau und später DIE LINKE. Spandau um diese Ehrung. Im Jahr 2019 gelang es der Linksfraktion Spandau mit Unterstützung von Bündnis90/Die Grünen und SPD schließlich, dies umzusetzen. Besonders schön war, dass die feierliche Enthüllung unter Anwesenheit der Enkelin und des Urenkels von Wladimir Gall stattfinden konnte.

DIE LINKE. Spandau wird auch in Zukunft sowohl den Namen Wladimir Gall in Ehren halten, als auch das Gedenken an die Befreiung vom Faschismus feierlich begehen. Gerade in Zeiten, in denen mit der AfD eine in großen Teilen faschistische und rassistische Partei im höchsten Parlament sitzt, deren Parteivorsitzende die Verbrechen der Faschisten als „Vogelschiss“ abtun und an Grenzen auf Geflüchtete schießen lassen wollen, ist dies unbedingt notwendig. Die Agitation der rechten Partei ist der Nährboden für rechte Gewalttaten wie in Kassel, Halle oder Hanau. Auch in Spandau zeigen sich wieder vermehrt rechte Sticker, auch von der NPD oder den Jungen Nationalisten. Mehrfach gab es Vorfälle von politisch motiviertem Vandalismus in der Geschäftsstelle der LINKEN. Spandau. Immer noch droht die Gefahr, dass wieder ein Marsch für den Kriegsverbrecher Rudolf Heß stattfinden wird. Das gilt es zu verhindern.

DIE LINKE. Spandau fordert daher:

♦ Verbot der Rudolf-Heß-Märsche in Berlin!

♦ Kein Raum der AfD in Spandau, weder auf der Zitadelle noch anderswo!

♦ Gemeinnützigkeit für den VVN-BdA wieder herstellen! Antifaschistische Arbeit darf nicht kriminalisiert oder behindert werden!

♦ den 8. Mai zum bundesweiten, zumindest aber zunächst berlinweiten, dauerhaften Feiertag erklären!

Aufgrund der Corona-Pandemie können Gedenkveranstaltungen nicht ohne weiteres durchgeführt werden. DIE LINKE. Spandau wird dennoch in kleiner Zahl am 8. Mai 2020 einen Kranz am Denkmal in Staaken, Ecke Nennhauser Damm/Hauptstraße ablegen.

Wir rufen alle Antifaschist*innen auf, jeweils einzeln an diesem Tag ebenfalls Blumen, Kränze, Botschaften oder Schilder an dem Mahnmal abzulegen.

Vorstand DIE LINKE. Spandau, Berlin, den 29.04.2020


Aufgrund der Corona-Krise müssen alle öffentlichen Präsenz-Veranstaltungen der LINKEN. Spandau vorerst entfallen oder werden verschoben.

Informationen zur aktuellen Lage gibt es auf den Corona-Themenseiten der Partei DIE LINKE und des Berliner Landesverbands.

Die Geschäftsstelle der LINKEN Spandau ist ab dem 19. Mai wieder zu den regulären Bürozeiten geöffnet.

Bleibt gesund!

Nächste Termine


Befreiung? Was sonst!

Zum 75. Jahrestag der Befreiung Spandaus vom Faschismus durch die Rote Armee

Am 27. April 1945 war Spandau durch sowjetische Truppen zum größten Teil vom deutschen Faschismus befreit. Am 8. Mai 1945 kapitulierte das faschistische Deutschland vollständig. Für DIE LINKE. Spandau ist das ein Grund zum Feiern, aber auch Anlass zum stillen Gedenken an die vielen Opfer des nationalsozialistischen Terrors. Der deutsche Angriffskrieg hat unzählige Tote und Verwundete hinterlassen. In den Konzentrationslagern wurden Millionen Menschen ermordet, darunter Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, aber auch politische Gegner*innen und Soldat*innen der Anti-Hitler-Koalition und unzählige andere. Die meisten Opfer mit geschätzt über 25 Millionen militärischen und zivilen Toten hatte die Sowjetunion zu erleiden gehabt. Die Taktik der „verbrannten Erde“ beim Rückzug von Wehrmacht und SS vergrößerte das Leid massiv. Umso größer ist der Einsatz und der Durchhaltewille der Roten Armee, den deutschen Faschismus zu zerschlagen, zu würdigen. Und umso mehr gilt unser Dank dem Großmut der sowjetischen Soldat*innen, die trotz der von den Nazis verübten Gräueltaten auf Rache an ihren Gegnern verzichteten.

Als ein Vertreter dieser Haltung: der Wille zur Bekämpfung des Faschismus, aber auch zum Wohlwollen gegenüber der Zivilbevölkerung, muss Wladimir Gall gelten, der eng mit Spandau verbunden war und ist. Als Parlamentär schaffte er es gemeinsam mit Major Grischin, die kampflose Übergabe der Zitadelle am 1. Mai 1945 zu bewirken. Ohne diese mutige Tat, die unter anderem im Film „Ich war neunzehn“ dargestellt ist, hätten die Zivilist*innen, die sich in der Zitadelle aufhielten, sicher den Tod gefunden und Spandau hätte ein bedeutendes Denkmal durch einen Sturmangriff der Roten Armee verloren. In seinen späteren Jahren setzte sich der Humanist Gall für die deutsch-russische Völkerverständigung ein und trug sich auch ins Goldene Buch des Bezirks Spandau ein.

Daher ist es nur richtig, dass Wladimir Gall im letzten Jahr endlich mit einem nach ihm benannten Weg um die Zitadelle geehrt wurde. Schon viele Jahre bemühten sich linke und antifaschistische Gruppen, darunter auch die PDS Spandau und später DIE LINKE. Spandau um diese Ehrung. Im Jahr 2019 gelang es der Linksfraktion Spandau mit Unterstützung von Bündnis90/Die Grünen und SPD schließlich, dies umzusetzen. Besonders schön war, dass die feierliche Enthüllung unter Anwesenheit der Enkelin und des Urenkels von Wladimir Gall stattfinden konnte.

DIE LINKE. Spandau wird auch in Zukunft sowohl den Namen Wladimir Gall in Ehren halten, als auch das Gedenken an die Befreiung vom Faschismus feierlich begehen. Gerade in Zeiten, in denen mit der AfD eine in großen Teilen faschistische und rassistische Partei im höchsten Parlament sitzt, deren Parteivorsitzende die Verbrechen der Faschisten als „Vogelschiss“ abtun und an Grenzen auf Geflüchtete schießen lassen wollen, ist dies unbedingt notwendig. Die Agitation der rechten Partei ist der Nährboden für rechte Gewalttaten wie in Kassel, Halle oder Hanau. Auch in Spandau zeigen sich wieder vermehrt rechte Sticker, auch von der NPD oder den Jungen Nationalisten. Mehrfach gab es Vorfälle von politisch motiviertem Vandalismus in der Geschäftsstelle der LINKEN. Spandau. Immer noch droht die Gefahr, dass wieder ein Marsch für den Kriegsverbrecher Rudolf Heß stattfinden wird. Das gilt es zu verhindern.

DIE LINKE. Spandau fordert daher:

♦ Verbot der Rudolf-Heß-Märsche in Berlin!

♦ Kein Raum der AfD in Spandau, weder auf der Zitadelle noch anderswo!

♦ Gemeinnützigkeit für den VVN-BdA wieder herstellen! Antifaschistische Arbeit darf nicht kriminalisiert oder behindert werden!

♦ den 8. Mai zum bundesweiten, zumindest aber zunächst berlinweiten, dauerhaften Feiertag erklären!

Aufgrund der Corona-Pandemie können Gedenkveranstaltungen nicht ohne weiteres durchgeführt werden. DIE LINKE. Spandau wird dennoch in kleiner Zahl am 8. Mai 2020 einen Kranz am Denkmal in Staaken, Ecke Nennhauser Damm/Hauptstraße ablegen.

Wir rufen alle Antifaschist*innen auf, jeweils einzeln an diesem Tag ebenfalls Blumen, Kränze, Botschaften oder Schilder an dem Mahnmal abzulegen.

Vorstand DIE LINKE. Spandau, Berlin, den 29.04.2020

Im Rathaus

Seit Oktober 2016 ist die Linksfraktion Spandau mit drei Verordneten und zwei Bürgerdeputierten im Spandauer Rathaus vertreten. Das Büro der Fraktion finden Sie in Raum 1214a.

www.linksfraktion-spandau.de

Im Bundestag

Helin Evrim Sommer vertritt den Wahlkreis 78 Spandau-Charlottenburg-Nord seit November 2017 im Bundestag. Ihr Bürgerbüro liegt in der Reisstr. 21, 13629 Berlin-Siemensstadt.

www.helinevrimsommer.de

Im Abgeordnetenhaus

Franziska Leschewitz vertritt den Bezirk Spandau seit Februar 2020 im Berliner Abgeordnetenhaus.

www.franziska-leschewitz.de