Karstadt in der Krise: So kann es weitergehen

Karstadt Spandau schließt.
Am 31. August 2024 wird Karstadt in Spandau schließen. Nach Jahren der Immobilienspekulation mit Karstadt-Häusern, muss aufgrund der Profitinteressen der neuen Eigentümer die Filiale in der Spandauer Altstadt schließen.
Wir wollen keinen jahrelangen Leerstand. Hier sind unsere Ideen für die kommende Nutzung des Gebäudes.

Den Alltag meistern.
Post. Sparkasse. Kinder- und Fachärzte. Viele der Dienstleister unseres täglichen Lebens schließen und die Wege werden immer länger. Wir wollen ein kommunales Versorgungszentrum im Herzen der Altstadt, in dem die täglichen Erledigungen wieder möglich werden sollen.

Platz für Soziales und Familie.
Wir wollen einen Ort schaffen, in dem alle kommunalen Dienstleistungen verfügbar sind.
Beratungsangebote für Jugendliche, junge Familie und Senioren. Neue Flächen für das Bürgeramt und bezirkliche Einrichtungen erleichtern den Behördengang.

Für den kleinen und großen Einkauf.
Lebensmittel. Einzelhandel. Reparatur-Werkstätten. Wir wollen neue Räumlichkeiten schaffen, in denen nicht nur der Wocheneinkauf gemacht werden kann, sondern auch kleine Cafés, Restaurants und Gebrauchtwarenläden ihren Platz finden. Auch für das umliegende Kleingewerbe und die Attraktivität der Altstadt ist ein lebendiges Versorgungszentrum von entscheidender Bedeutung.

Kunst, Kultur, Gesellschaft.
Musik. Theater. Vereinsleben. Spandaus Kulturlandschaft ist vielfältig. Für den Erhalt und Ausbau braucht es Probe-, Veranstaltungs- und Tagungsräume, damit Spandau weiterhin Zuhause von zahlreichen Künstlerinnen und Künstlern bleibt.
Initiativen und Vereine brauchen Orte der Vernetzung für eine starke Zivilgesellschaft.

Die Entwicklung unserer Altstadt haben wir selbst in der Hand.

Kurznachrichten der Spandauer Linken

Gedenken zum 80. Jahrestages des Novemberpogroms

Anlässlich des 80. Jahrestages des Novemberpogroms gedachte der Bezirk wie jedes Jahr den Opfern der Judenverfolgung. Am Denkmal für die Spandauer Opfer der Shoa und die zerstörte Synagoge legten Lars Leschewitz, Sprecher des Bezirksverbandes DIE LINKE. Spandau, und die Bundestagsabgeordnete Helin Evrim Sommer ein Blumengebinde ab.

Bei der von der AG Juden und Christen im Evangelischen Kirchenkreis Spandau organisierten Gedenkveranstaltung sprachen Gudrun O'Daniel-Elmen, Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank und Rabbiner Jonah Sievers. Kantor Simon Skorenblut intonierte Trauerlieder. Dazwischen verlasen Schülerinnen und Schüler der Martin-Buber-Oberschule die Namen der 120 bekannten Spandauer Opfer der Judenverfolgung.

Im Vorfeld hatte es einen ökomenischen Gottesdienst in der St. Nikolai Kirche gegeben. Die Teilnehmer marschierten dann in einem Prozessionszug durch die Spandauer Altstadt zum Denkmal am Lindenufer.