Lesung und Diskussion: Wohnopoly - Wer treibt die Mieten durch die Decke?

Die Mietenkrise in Berlin erreicht alarmierende Ausmaße. Seit Jahren steigen die Mieten unaufhörlich, machen viele Berlinerinnen und Berliner ärmer
und einige wenige Superreiche noch vermögender.
Alleinerziehende, Rentnerinnen und Rentner, Beschäftigte und Familien mit Kindern sind auf der Suche nach Wohnraum, der zu ihrem Geldbeutel passt - eine Suche, die aufgrund des Wegfalls von Sozialwohnungen und geringen Löhnen zunehmend aussichtslos erscheint.
Die hohen Mietzahlungen zwingen Menschen mit geringen Einkommen dazu, einen Großteil ihres Geldes für die Miete aufzuwenden, und oft bleiben sie dennoch kaum über Wasser. Viele stehen vor der Realität, dass sie aus ihren Kiezen, dort wo sie aufgewachsen sind, verdrängt werden. Das Recht auf
bezahlbaren Wohnraum wird zunehmend zu einem unerschwinglichen Luxus.
Es ist frustrierend zu beobachten, wie Immobilienkonzerne Rekordgewinne verzeichnen, während die Wohnungsnot immer weiter zunimmt.
Warum bleibt die Politik inaktiv angesichts dieses Mietenwahnsinns?
Wie kann gegen die rücksichtslose Spekulation mit Wohnraum vorgegangen werden, die diese Krise weiter verschärft?
Caren Lay, wohnungspolitische Sprecherin (Die Linke im Bundestag), hat in ihrem Buch „Wohnopoly“ Antworten auf diese drängenden Fragen zusammengetragen. In einer Lesung präsentiert sie eine schonungslose Abrechnung mit der deutschen Immobilienpolitik und skizziert Ideen für eine soziale Wohnungspolitik, die dringend benötigt wird, um dieser Krise entgegenzuwirken.

Montag, 11. März 2024
ab 19.00 Uhr
Gemeinwesenverein Heerstraße Nord,
Obstallee 22,
13593 Berlin

Mit Caren Lay (MdB, Sprecherin für Mieten-, Bau- und Wohnungspolitik),
Marc Mattern (Sprecher Die Linke BV Spandau)
Marcel Eupen (Alternativer Mieter- und Verbraucherschutzbund e.V. AMV Spandau)

Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, Fragen zu stellen und zu diskutieren.

Kurznachrichten der Spandauer Linken

Hartmut Ihlefeldt (1953 – 2020)

Spandau

Mit Bestürzung mussten wir erfahren, dass unser langjähriger Sympathisant und engagiertes Redaktionsmitglied Hartmut Ihlefeldt bereits am 31.10.2020 verstorben ist. Hier finden Sie den Nachruf der Redaktion der Spandauer Umschau.

 

„A good photograph is knowing where to stand“
- Ansel Adams, US-amerik. Fotograf

 

Meistens meldete sich Hartmut gegen Ende der Sitzung: er habe da noch eine Idee… Und die hatte es in sich, egal ob es eine Ausstellung eines Fotografen war, den kaum jemand kannte, aber der unglaublich gute Bilder geschossen hatte; oder eine abseits des Mainstreams gelegene Kulturveranstaltung in irgendeiner Ecke Spandaus  – die Idee war oft so gut, dass die übrigen Mitglieder des Redaktionsteams sie aufgreifen mussten.

Immer wieder hat sich Hartmut mit seiner Begeisterung für Kultur und Fotografie in das Redaktionsteam unserer Bezirkszeitung „Spandauer Umschau“ eingebracht. Dabei hat er seinen Standpunkt immer klar gemacht: Fotografie muss die sozialen Realitäten abbilden, die Widersprüche und die Ungerechtigkeiten. Er war von Herzen Linker, auch wenn er kein Parteimitglied war, und er war Antifaschist, auch wenn er sich vielleicht nicht so bezeichnet hätte. Hartmut hat immer gesagt, dass er etwas tun müsse, denn er wolle niemals gefragt werden, wenn er um all die Umstände wüsste, warum er dann nichts dagegen getan hätte. Er hat sich für verfolgte Christen, für die Stadtteilarbeit in Spandau, für die Bahnhofsmission und für den NABU engagiert.

Mehr Hingabe für seine Leidenschaft Fotografie hegte Hartmut wohl nur für seine Familie, seine Mutter, seine beiden Töchter und den Enkel. Ursprünglich aus Nauen stammend, hatte sich Hartmut schon Anfang der 2000er in Spandau und seine Altstadt verguckt – er blieb hier. Unser Glück.

Auf vielen unserer Veranstaltungen hat Hartmut ausgezeichnete Fotos geschossen. Auf ihn war Verlass, selbst in schweren Zeit, als er privat viel zu regeln hatte und seine eigene Gesundheit darunter litt. Das machte sich daran bemerkbar, dass plötzlich keine E-Mails mit interessanten Kulturtipps oder Artikeln zu Demos gegen Neonaziaufmärsche in unsere Postfächer gespült kamen. Das war ein großer Verlust für uns.

Wir hatten noch viel vor: die Umschau weiter verbessern, Lokalteile für die Kieze entwickeln, Videos einspielen für den kommenden Wahlkampf. Mensch, Hartmut! Wie machen wir das ohne Dich?

Hartmut Ihlefeldt starb unerwartet und plötzlich in der Nacht zum 31.10.2020. Wir werden ihn sehr vermissen. Seiner Familie und seinen Angehörigen wünschen wir alle Kraft der Welt!

 

Berlin, im November 2020

Die Redaktion der Spandauer Umschau, Zeitung der Partei DIE LINKE. Bezirksverband Spandau