Hohe Mieten senken

Die Mieten in Berlin steigen immer weiter. Viele Spandauer:innen bezahlen völlig überteuerte Mieten. Behörden können gegen diesen Mietwucher vorgehen. Mit dem Mietwucher-Rechner der Linken im Bundestag kannst Du in wenigen Schritten herausfinden, ob du Mietwucher zahlst und Deine überhöhte Miete direkt bei Deinem Wohnungsamt melden. Lies hier mehr dazu.

Die verdammte Miete ist zu hoch! Aber es gibt ein Instrument, um überhöhte Mieten zu senken.

Liegt eine Miete mindestens 20 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete laut Mietspiegel, kann es sich um Mietwucher handeln. Diese unzulässige Mietpreisüberhöhung ist eine Ordnungswidrigkeit. Dem Vermieter droht ein Bußgeld von bis zu 50.000 EUR. Wird die ortsübliche Vergleichsmiete um mehr als 50 Prozent überschritten, kann sogar eine Straftat vorliegen. In beiden Fällen kann die Miete abgesenkt und zu viel gezahlte Miete zurückgefordert werden.

Die Stadt Frankfurt an Main geht seit Jahren erfolgreich gegen Mietwucher vor: 1.400 Fälle wurden verfolgt. Mehr als 419.000 EUR zu viel gezahlter Miete flossen an Mieter:innen zurück.

In Berlin wird dagegen bislang kaum gegen Mietwucher vorgegangen. Wir wollen das ändern und streiten dafür seit Jahren im Abgeordetenhaus von Berlin. Die schwarz-rote Koalition aus CDU und SPD lehnen unsere Anträge Jahr für Jahr ab und bleiben untätig. 

Doch wir bleiben weiter dran und setzen CDU und SPD auch in diesem Jahr für unter Druck endlich gegen Mietwucher und überhöhte Mieten vorzugehen!

Erster Erfolg gegen Mietwucher – Die Luft für dreiste Vermieter in Berlin wird immer dünner

9. Oktober 2025

Mit dem heutigen Tag gibt es den ersten rechtskräftigen Bußgeldbescheid gegen eine Mietpreisüberhöhung nach §5 Wirtschaftsstrafgesetzbuch in Berlin. Da die belangte Vermieterin, die eine überhöhte Miete verlangte, offensichtlich vor Gericht keine Aus-sicht auf Erfolg sah und ihren Einspruch gegen den Bußgeldbescheid aus dem Hause der Linken-Stadträtin Regine Sommer-Wetter zurückzog, wird damit erstmals eine gesetzwidrig hohe Miete sanktioniert.

Die Miete der 38,25 m² großen Wohnung in Friedrichshain, lag rund 190 Prozent über dem Mietspiegel. Das Bußgeld gegen die Vermieterin wurde durch das Wohnungsamt Friedrichshain-Kreuzberg auf rund 26.250 Euro festgesetzt. Der ehemaligen Mieterin muss sie rund 22.260 Euro an zu viel bezahlter Miete zurückerstatten. Die überhöhte Miete muss nun auf das gesetzliche Maß abgesenkt werden. 

Dazu erklärt Niklas Schenker, Sprecher für Mieten, Bauen und Wohnen der Links-fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus: 

„Mit dem nun vorliegenden ersten rechtskräftigen Bußgeldbescheid gegen Mietwucher wird die Luft für dreiste Vermieter in Berlin immer dünner. Die Linke hat mit ihrer Mietwucher-App und einer engagierten Stadträtin gezeigt, dass ein Vorgehen gegen illegal hohe Mieten möglich ist. Heute ist ein guter Tag für die Mieterinnen und Mieter in Berlin.

Ich gratuliere der Friedrichshainer Mieterin, die sich erfolgreich zur Wehr gesetzt hat und danke für das Engagement im Verfahren. Ebenfalls gratuliere ich Frau Sommer-Wetter und ihren Mitarbeiterinnen zum erfolgreichen Vorgehen gegen Mietwucher. Beides reicht weit über den konkreten Fall hinaus und muss und wird Vorbild für den Kampf gegen Mietwucher in Berlin sein. Mit der Linken Mietwucher-App wurden bereits tausende weitere Fälle aufgedeckt, die nun zügig bearbeitet werden müssen.

Der Senat muss nun endlich in die Puschen kommen und die Bezirke fit für die Bekämpfung illegaler Mieten machen. Für den kommenden Haushalt fordern wir pro Bezirk vier Personalstellen bereitzustellen. Wenn Senat und Kai Wegner ihre verbalen Rügen gegen Mietwucher ernst meinen, dann muss dieses Personal kommen. Mietwucher ist kein Kavaliersdelikt und wir werden mit den Mieterinnen und Mietern um jeden Fall kämpfen.“