Solidarität mit den Spandauer Karstadt-Beschäftigten
Arbeitskreis Gewerkschaft
Gemeinsamer Besuch von DGB, IG BAU und AK Gewerkschaft der Spandauer Linken bei den Streikenden
Am Freitag, dem 14. Juni, traten Spandauer Beschäftigte der Karstadt-Filiale in den Warnstreik. Sie kämpfen allgemein gegen die Kündigung des Manteltarifvertrags und speziell bei Karstadt gegen den Austritt von Eigentümer Nicolas Berggruen aus dem Unternehmerverband, also für den Erhalt der Tarifbindung und gegen den Abbau von Rechten auch der 148 Beschäftigten in Spandau.
In der Carl-Schurz-Straße versammelten sich Kolleginnen und Kollegen für den gemeinsamen Aufbruch zur Kundgebung auf dem „Alex“. Der Vorsitzende des Spandauer DGB, Klaus Prosche, brachte in einer kurzen Rede die Solidarität des Spandauer DGB und der Spandauer Linken mit den Kämpfenden zum Ausdruck. Peter Keibel, Spandauer Vorsitzender der IG BAU, bot praktische Hilfe bei weiteren Auseinandersetzungen mit der Unternehmensleitung an. Die Gewerkschafter der IG BAU verfügen über einen großen Erfahrungsschatz, der genutzt werden kann.
Im Vorfeld des Warnstreiks hatte sich der Arbeitskreis Gewerkschaft der Spandauer Linken an den Betriebsrat der Spandauer Filiale gewandt und der Vorsitzenden, Beate Hofer, die Solidarität und Unterstützung zugesichert. Dem Betriebsrat ist der Brief des Parteivorsitzenden Bernd Riexinger sowie der arbeitsmarktpolitischen Sprecherin der Bundestagsfraktion der Partei DIE LINKE übermittelt worden. In dem Brief wird u.a. auf den Antrag der Bundestagsfraktion zu „Lohndumping im Einzelhandel stoppen“ hingewiesen, wonach ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn eingeführt werden muss. Darüber hinaus müssen gesetzgeberische Maßnahmen wie eine erleichterte Allgemeinverbindlichkeitserklärung zur Stärkung der Tarifverträge und gegen prekäre Jobs ergriffen werden.

