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Kochen mit Uli

Rezepte aus unserer Kochshow

Willkommen in unserer kulinarischen Ecke! Unser Bundestagskandidat Uli kennt sich nicht nur mit Politik aus, sondern auch mit gutem Essen – schließlich ist er gelernter Koch. In unserer Kochshow teilt er seine liebsten Rezepte – lecker, einfach und sozial.

Hier findest du alle Rezepte zum Download, damit du sie selbst nachkochen kannst. Viel Spaß beim Ausprobieren und guten Appetit!

Berliner Kartoffelsuppe

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"Preußischer Volkseintopf"

Ab 1746 gab Friedrich II in Preußen sogenannte Kartoffelbefehle heraus, mit denen er die Landbevölkerung - also die meisten Einwohner Preußens - dazu zu verpflichten versuchte, Kartoffeln anzubauen und zu essen. Grund war die »Volksgesundheit«.

Dazu muss man wissen, dass diese Landbevölkerung damals noch in Form einer »Subsistenzwirtschaft« lebte, das heißt, dass die meisten Familien zumindest so viel eigene Anbaufläche zur Verfügung hatten, dass sie durch den Anbau von Obst und Gemüse die Familie ernähren konnten.

Während Friedrich II noch damit kämpfte, die Bevölkerung von der Qualität der Kartoffel zu überzeugen, ging man in England bereits »modernere« Wege: per Gesetz wurden der einfachen Landbevölkerung die Anbauflächen genommen und in der Regel Großbauern zugeschlagen oder einfach dem Adel überlassen. Die Familien - ihrer Existenzgrundlage beraubt - mussten in die Städte ziehen und sich dort als billige Lohnarbeiter verdingen, um überleben zu können - auch Frauen und Kinder, sonst reichte der Lohn nicht zum Leben.

So nahm der Kapitalismus seinen Lauf, der dann auch bald Kontinentaleuropa erreichte.

Erbseneintopf

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Altberliner Proletariersuppe à la Aschinger

Gelbe Erbsensuppe gab es nicht nur in vielen Berliner Arbeiterhaushalten der Gründerjahre, sie wurde auch zum beliebten Fast Food der damaligen Zeit. Den Stehimbiss »Bei Aschinger« gab es nicht nur einmal in der Stadt. Auch hier gilt: Wurzelgemüse und Hülsenfrüchte bieten einfach mehr als die einfache Bockwurst, die Max Konopke aus Cottbus in den 1920er Jahren in Charlottenburg vor dem Rathaus aus einem umgeschnallten Kessel verkaufte, bevor er in die Schönhauser Straße umsiedelte.

Aber aus dem Eintopf für’s einfache Volk wurde in den Zeiten der Weimarer Republik eine Mittagsversorgung für alle. In den Krisenzeiten der 1930er Jahre standen Arbeiter neben Bürgern und Direktoren bei Aschinger und aßen dort die Berliner Erbsensuppe mit Schrippe (man durfte auch 2 oder drei Schrippen nehmen), wenn’ s Geld mal wieder knapp war, oder mit Bockwurst, wenn man noch drei Groschen mehr auf der Naht hatte. Und zu besonderen Anlässen gerne auch mal mit Kassler - extrem lecker.

Übrigens: es gibt Leute die schwören, dass Erbsensuppe erst am nächsten Tag richtig schmeckt.

Chili sin Carne

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Rotes Arbeitermal à la Che Guevara

Kämpfer brauchen Nährstoffe, das ist bekannt. Die finden sich in Form von Stärke und pflanzlichem Eiweiß in Kartoffeln und allen Hülsenfrüchten wie Bohnen, Erbsen und Linsen (übrigens: auch Erdnüsse sind Hülsenfrüchte, keine Nüsse).

Die Hülsenfrüchte sind als Trockenware auch sehr gut haltbar, außerdem preiswert (um nicht zu sagen billig) und schnell und einfach zuzubereiten. Und so mag es sein, dass auch Ernesto Che Guevara - immerhin Mediziner - seine Revolutionstruppen mit Chili satt bekommen hat, mal ohne, an guten Tagen aber sicher auch mit Fleisch. Überprüfbar ist das nicht mehr, aber Bohnen mit Hackfleisch und Chili werden in Lateinamerika von der Landbevölkerung aus denselben Gründen traditionell gerne gegessen.

Und auch Menschen hierzulande tut das gut, besser jedenfalls als Fast Food und Zucker. Und wenn man das Fleisch extra zubereitet (in der Pfanne mit Knoblauch und Chili), kann jeder wählen ob mit oder ohne.

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